Der Wechsel in die Traumwelt (12.01.2014)

Vor kurzem habe ich schon einen Beitrag über meine aktuelle Situation geschrieben, heute möchte ich nochmals genau beschreiben, welche Symptome bei mir gerade in Vordergrund stehen.
Als ich vor 8 Jahren diesen Trip genommen habe auf dem ich dann hängen geblieben bin, war ich sehr lange drauf. Ich bin dann morgens nach Hause gekommen und schon beim Zähne putzen war ich sehr verwirrt, hatte große Probleme in den Spiegel zu schauen.
hab mich dann schnell ins Bett gelegt und versucht zu schlafen.
Ich schaute an die Zimmerdecke und die einstrahlende Sonne zeichnete Muster darauf, die sich ständig veränderten.
Es ging mir nicht gut, aber ich dachte, nur noch dieses eine mal muss ich es noch aushalten, da ich bereits einen Termin zur Therapie hatte.
Ich kam irgendwie dann doch zur Ruhe und dann kam etwas, was mich sehr geprägt hat und genau um dieses Thema soll es heute gehen.
Ich wechselte in einen Halbschlaf und fing an zu träumen, es kamen unbeschreiblich komische Gefühle in meinem Kopf auf, ich halluzinierte vor mich hin.
Es war kein angenehmer Zustand, dies hielt sich mehrere Stunden, irgendwann bin ich dann eingeschlafen.
Zwei Wochen später kam meine Manie bzw. Psychose, darum soll es heute aber nicht gehen, Alles nachzulesen in meinem Langzeitbericht.
Zunächst dachte ich nicht weiter an diese Zustände mit diesen Halluzinationen, später jedoch wurde mir bewusst, dass diese Schlafhallus mich prägen sollten.
Es begann damit, dass ich vor einigen Jahren angefangen habe, intensiv zu träumen, was heute noch genauso der Fall ist.
Ich träume IMMER sobald ich schlafe. Egal wann ich aufwache, es reisst mich immer aus einem Traum. Unwichtig ob ich langsam aufwache oder durch den Wecker aus dem Schlaf gerissen werde. Nach dem aufwachen kann ich mich sehr detailliert an meine Träume erinnern.
Ich finde das jedoch ziemlich cool, da dass alles meist sehr positive Erinnerungen sind und ich es einfach eben auch richtig psychedelisch finde.
Vor einiger Zeit hat sich dass so verändert, dass ich schon anfange zu träumen, obwohl ich noch wach bin. Sobald ich mich hinlege oder etwas zur Ruhe komme, geht es los. Ich wechsel dann ganz langsam in eine andere Welt und denke mich Schritt für Schritt in den Schlaf und diese andere Dimension.
Ich liege dann da, lasse den Tag nochmal so Revue passieren und dann setzt das Gehirn irgendwelche Stoffe frei, die für das abdriften in das Land der Träume sorgen.
Es geht ganz schleichend, ich verliere dann bei vollem Bewusstsein allen Sinn für Realität und begebe mich in irgendwelche Handlungen und spreche mit Leuten, ich muss sagen, dass ich gar nicht mehr ganz in dieser menschlichen realen Welt lebe, sondern für einem großen Teil in die Welt des Schlafens und Träumens gewechselt habe.
Es ist halb halb, ich erlebe nachts genauso viel wie tagsüber in der Realität.
Für mich ist die Welt des Schlafens genauso real wie der Zustand den ich tagsüber erlebe.
Ich vermute, dass das Lsd bei mir diese Pforte in eine andere Dimension geöffnet hat und ich damit den Zugang zu dieser Welt bekommen habe.
Es sind nämlich keine völlig normalen Träume die ich da erlebe, sondern wirklich eine Art zweite Realität.
Belasten tut mich dass alles kaum, nur habe ich manchmal etwas Angst, irgendwann völlig in einen tiefen Traum zu verfallen und gar nicht mehr aufzuwachen.
Aber ansonsten find ich das eigentlich hoch interessant und extrem psychedelisch.
Falls irgendjemand einen Gedanken oder eine Idee dazu hat, wie das zustande kommt oder allgemein etwas dazu sagen möchte, wäre cool wenn jemand was dazu schreiben würde…
Lg Crystalix

9 Kommentare zu „Der Wechsel in die Traumwelt (12.01.2014)“

  1. hi Crystalix,
    mir großem Intresse habe ich deine Beiträge gelesen. Denn seit ende August 2013, hat sich meine Weltanschaung sehr verändert, der Grund dafür war meine erste Psychedelische Erfahrung mit hilfe von Pilzen(psilocybe cubensis), seit dem habe ich ein starkes Bedürfnis mich mitzuteilen und überhaupt, mich mit Menschen auszutaushen die ebenfalls solch eine Erfahrung gemacht haben.
    Die Eindrücke bzw. „Botschaften“ die ich während meines Tripps und danach erfahren habe, haben Ähnlichkeiten mit deinen Beiträgen.
    Um meinen Beitrag etwas nachvollzihbarer zu machen werde ich kurz auf meinen Tripp eingehen.
    Also mein Tripp war ein voller „Erfolg“ es war das Schönste was mir je wiederfahren ist, ich hatte das Gefühl nicht würdig zu sein, so etwas schönes zu erleben, Liebe und Schöncheit haben mich erdrückt
    und ich wurde Zeuge des Wunders welches sich in jedem Augenblick vor unseren Augen abspielt, ich
    fühlte mich so menschlich und natürlich wie nie zuvor.
    Die Tage darauf war ich wie verwandelt, fühlte mich wie ein frisch Verliebter, alles woran ich denken konnte war mein Tripp, habe förmlich in meiner Erinnerung an dieses Erlebniss „gebadet“ und wollte es so lange und so deutlich wie möglich in Erinnerung behalten. Ich war nicht in der lage dazu, eine Uhr zu tragen oder Fernseh zu gucken es erschien mir, als etwas Böses wenn nicht etwas Diabolisches. Ich wünschte mir sogar ich währe hängen geblieben, oder wenn das ist was man verrückt nennt, dann möchte ich verrückt sein.
    Mein Gehirn schien sich zu verändern, es war mir als könnte ich „tiefer“ denken, wenn ich mich legte hatte ich das Gefühl in eine art Hypnose, Trance zu verfallen oder wie du beschreibst in einen Traum und es war mir sehr wohl dabei, der Schrifftsteller Philip K Dick hat auch von solchen Träumen und haluzinationen berichtet die sich über Jahre hinweg zugen.
    Neun Tage nach dem Tripp an einem Montag (erster Arbeitstag nach dem Urlaub) immer noch von Sehnsucht begleitet. Ich schäme mich arbeiten zu gehen, habe den Eindruck mein Erlebnis zu Verraten und fühle mich wie ein Versager oder Sünder. Zu hause angekommen, erkenne ich Gut und Böse, kriege einen riesen Schreck, veliere die Kontrolle über mich, etwas in mir will mich Vernichten, will dass ich vom Balkon(4 Etage) springe, oder mich anderswie umbringe, vollziehe handlungen die gegen meinen Willen sind. Aus sicherheitsgründen lasse ich mich für 4 Tage in die Klapse einweisen.

    Was ich überhaupt sagen will ist, dass eine psychedelische Erfahrung etwas völlig natürliches ist, es ist uns Menschen gegeben, nur wir haben längst verlehrnt damit umzugehen. Lass dir keine Psychosen etc. einreden denn es ist nichts für psychologen, die ganze Schulmedizin kann diesbezüglich einpacken.
    Meiner Meinung nach ist das was du beschreibst eine Gnade die dir wiederfahren ist, lehrne davon, versuch damit umzugehen, vielleicht erklimmst du die nähste Stufe der menschlichen Evolution so wie Jesus oder Budda. Mittlerweile bin ich der überzeugung, dass psychedelische Substanzen den Kern aller Religionen bilden, die Biebel ist ein einzieger Trippbericht, die Evangelien sind eine Gebrauchsanweisung im Umgang mit Psychedelika, um einen Horrortripp zu vermeiden. Zu finden ist es under den Begriffen wie: Baum der Erkenntniss, Manna, Himmelsbrot, Heiliger Geist, die wahre heilige Kommunion. Manche sagen Psychedelika haben aus Affen, uns Menschen gemacht, dann wirft es die Frage auf: wenn es aus Affen Menschen macht, was wird es wohl aus uns Menschen machen?

    Verzheit mir bitte meine Rechtschreibfehler, denn ich habe diesbezüglich eine Schwäche und Deutsch ist nicht meine Muttersprache.
    Für einen weiteren Erfahrungsaustausch stelle ich mich gerne zur Verfügung und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen

    Dionysos

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    1. hey,
      interessante geschichte, hat tatsächlich ähnlichkeiten mit meinen erlebnissen, kenne diese gefühle die du nach deinem trip hattest auch ziemlich gut. kennst du das buch „die speißem der götter“ von terence mc kenna?
      dort beschreibt er auch sehr gut das verhältnis von den menschen zur natur und eben auch die tatsachen, dass alle religionen ihren ursprung in den halluzinogenen pflanzen haben, das buch kann ich dir sehr empfehlen!
      bei mir ist mein letzter trip schon fast 9 jahre her. und trotzdem bin ich jeden tag noch überwältigt wenn ich daran denke..und ich bin jeden tag drauf, bei allem was ich mache, hab mich aber gut damit zurecht gefunde. bin versöhnt mit dem lsd und den psilocybin..
      lg

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  2. Hey Crystalix!
    Rein aus Neugier, träumst du eigentlich luzid? Ich kann mir ja gut vorstellen, dass du da richtig riesige Traumwelten aufbauen kannst, wenn du die Träume auch noch steuern kannst. Richtig Inception-mäßig!
    Es ist aber echt verrückt, dass du anscheinend die ganzen… acht? Stunden lang träumst! Ich habe mich viel über Schlafrythmen informiert, und es ist ja so: Der Durchschnittsmensch braucht eigentlich nur 2 Stunden Traum täglich.
    Es gibt nun spezielle Rythmen, mithilfe derer man nur zwei Stunden insgesamt schläft, über sechs mal 20 Minuten am Tag verteilt. In den Rythmus hineinkommen tut man unter anderem, indem man sich wachhält, bis der Körper nicht mehr kann und einen sofort in Traumschlaf katapultiert. Der für den Traum zuständige Teil ist quasi schon so angetrieben, dass er auf Hochtouren läuft.
    Dieser Teil könnte der sein, der bei dir einfach nie aufgehört hat, anzutreiben… Und wie du sagst, ich kann mir vorstellen, dass das auf Dauer anstrengen kann! Schließlich hat man normalerweise auch Tiefschlaf, in dem das Gehirn praktisch halbtot ist und sich ausruhen kann.
    Es ist jedenfalls sehr spannend, dass du so lange träumen kannst! Soweit ich weiß, ist normalerweise nicht das Potenzial für mehr als zwei Stunden Traum bei anderen vorhanden. Sie würden dann in andere Schlafphasen fallen oder einfach nicht müde sein.
    Ich finde deinen Blog und deine Geschichte allgemein sehr interessant, ich bin über LdT hierher gekommen. 🙂 Es ist toll, deine Sicht der Dinge zu lesen, vor allem wo die Menschen, die täglich mit dir zu tun haben, anscheinend nicht so richtig nachvollziehen, was wirklich da in dir abgeht!

    Liebe Grüße!

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    1. hey konfusio,
      es ist wirklich krass bei mir, ich schlafe ca 8 stunden, und träume absolut immer, seit jahren bin ich nicht mehr aufgewacht ohne mich an einen traum zu erinnern.
      bei mir ist es so, dass ich eigentlich gar nie richtig müde bin, ich nehm halt abends meine medikamente (zyprexa und lyrica) und irgendwann nach zwei stunden bin ich ziemlich fertig und benommen, aber so richtig mit müdigkeit hat das eher wenig zu tun.
      ich hab eh den krassesten schlafryhtmus, oft geh ich so um acht ins bett, weil ich um sechs meine medikamente nehme.
      dann nach genau zwei stunden wach ich zum ersten mal auf werde aus einem traum gerissen.
      von da an wach ich dann so jede stunde einmal auf.
      dann um zwei oder drei ihr morgens bin ich hellwach und stehe dann also mitten in der nacht auf, um drei uhr. manchmal schlafe ich auch nur zwei stunden, ohne jegliche probleme mit müdigkeit!
      als ich auf dem trip war, auf dem ich dann hängen geblieben bin, war ich ja im halbschlaf und da hat sich irgendetwas in mein gehirn eingebrannt, da hat ein großer eingriff in meine traumwelt stattgefunden.
      oft weiß ich tagsüber auch gar nicht mehr, ob eine bestimmte erinnerung jetzt wirklichkeit war, oder ob die erinnerung aus der traumwelt stammt.
      die träume sind so gut wie immer sehr angenehm, alpträume hab ich nie…
      wäre echt mal interessant zu wissen, in welchen phasen ich schlafe und warum das träumen bei mir so krass ist.
      ich finde das aber richtig cool!
      lg crystalix
      p.s danke für die guten wünsche! 🙂

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  3. hi crystalix,
    von dem buch habe ich schon gehört und habe vor es demnähst zu lesen. seit meinem tripp begleitet mich die vorstellung oder gewisheit, dass was man während eines tripps erlebt die wahre realität ist und das was man als nüchterner erlebt nur eine art anpassung, illusion ist, manche sagen es sei ein pr-gag des gehirns. oft stelle ich mir vor, dass die „normale“ welt bzw. realität nur eine art „matrix“ ist, nur ein bruchteil des ganzen wunders, die es zu erkennen gilt, und psychedelika helfen uns beim ausstieg daraus.
    deswegen finde ich deine berichte so intressant, die wirken auf mich so ein, als ob du dabei währst diese „matrix“ zu verlassen und da wo du bist da will ich auch hin.
    was währe denn, wenn die träume nichts als botschaften von seiten gottes sind, die wir nur entsprechend deuten sollten. was ist denn zumeist der inhalt deiner treume? hast du auch das gefühl, dass da wissen drin verborgen ist?, könnte man dieses wissen nicht iergend wie nutzen?

    liebe grüße

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    1. hey dyonisus,
      du hast sehr interessante gedanken und man merkt, dass du viel nachdenkst über die psychedelische gedankenwelt. da bist du weit fortgeschritten in deiner weltanschauung.
      für mich sind träume viel mehr als nur ein fantasieren des gehirns, für mich sind träume der zugang zu einer anderen dimension und höchst psychedelisch.
      durch die träume kann man probeweise in diese andere dimension eintauchen.
      auch durch halluzinogene kann man eine ganz andere welt betrachen und ich verstehe dich vollkommen wenn du sagst, dass du da gerne ein bisschen einen fuß in die tür bekommen willst in diese welt.
      irgendwann werden wir alle die erde und dieses leben hier verlassen und wie es dann weiter geht ist ungewiss, jedoch vermute ich dass es uns dann einfach komplett irgendwo in ein ganz anderes bewusstsein zieht, da freue ich mich schon drauf. und durch träume können wir einen kleinen blick werfen in das, was uns erwartet..
      lg

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  4. hi crystalix,
    in einem buch über zauberpilze habe ich volgenden satz gelesen:
    ob ein mensch als prophet verehrt oder als irrer in die klapsmühle eingewiesen wird, hängt hauptsächlich davon ab, in welchem kulturellen umfeld dieser mensch seine visionen hat…
    ich finde mit verlaub, dass diese aussage im bezug auf deine erfahrungen ziemlich treffend ist. in der steinzeit oder in der antike hätte man so jemanden wie dir, bestimmt paar seiten in iergendeinem religiösem buch gewidtmet.
    es stimmt, die meiste zeit begleiten mich gedanken über die psychedelische welt, was sich mir offenbarrte das hat mich völlig überweltigt und mitten ins herz getroffen.
    es geht soweit, dass ich alles was ich weiss, kenne, sehe usw. es nicht mehr glaube, die art unserer wahrnehmung ist eine teuschung bzw. eine einbildung und nur ein bruchteil der ganzen wahrheit.
    manche glauben, es würde uns nach unserem tod eine art paradies erwarten wo all unsere träume und wünsche sich erfüllen usw. was ist wenn dieses paradies zu unseren lebzeiten uns erwartet?, was währe wenn unsere bestimmung es ist, das leben nicht zu verlassen?, die buddhisten nennen es das nirvana.
    wir müssen nur bereit sein, an das absolut unmögliche zu glauben und es annehmen. an sonnsten reicht mein wortschatz nicht dafür aus um alles zu beschreiben, überhaupt sind wie du sichr weist, in diesem bereich worte schwer zu finden oder überflüssig. wenn ich begriffe wie höhst psychedelisch oder eine andere dimension lese, weckt gerade das mein intresse, denn da treten gewisse gemeinsamkeiten auf, die das ganze nicht nur auf das subjektive beschränken….
    lg

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    1. Hey,
      es ehrt mich, was du schreibst…
      außerdem merkt man an deinem text, dass du psychedelisch gut unterwegs bist und dir viel gedanken um die welt und das leben machst. endgültige antworten kann man nicht bekommen, aber man kann sich sehr weit rein denken in diese spirituelle welt und das ist super interessant!
      safer use ist wichtig, wenn man sich an regeln hält kann man diese erlebnisse mit geringem risiko ausleben, daher einfach viele pausen machen und sorgsam umgehen mit der psyche…
      ich bin gerade dabei einen text über das universum und den blick aus dem all auf die erde zu schreiben, kommt morgen online..
      lg crystalix

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