Das Leben (der Anderen) geht weiter..

Jeder, der eine schlimme depressive Phase durchlebt, wird dadurch viel an Lebenserfahrung mitnehmen können. Darüber möchte ich heute schreiben. Als ich gerade hängen geblieben bin, bzw als der Trip gerade mit voller Kraft zurückkam, ging es mir sehr sehr schlecht, und zwar innerhalb von wenigen Sekunden brach die Depression über mich herein. Ich war Mittags in meinem Zimmer, fühlte mich noch ganz gut, als mir plötzlich schwindelig wurde und wenige Sekunden später war ich hoffnungslos depressiv und hätte mich am liebsten auf der Stelle umgebracht.
Ich war verzweifelt, hab angefangen zu weinen und bin sofort zur medizinischen Station (war gerade in der Klinik) und hab dort unter Tränen und mit Panik geäußert, dass es mir furchtbar schlecht geht. Irgendwie hat mich die Reaktion der Krankenschwester irritiert, denn diese sagte nur, „Ok Herr M., ich hole eine Ärztin, bitte nehmen sie kurz Platz“ und sie lächelte mich an. Als ich der Ärztin dann erklärte, dass es mir extrem schlecht geht und es auch niemals wieder besser werden wird, war ich wieder verwundert, denn die Ärztin lächelte mich auch an und meinte „Herr M. ich bin mir sicher es geht Ihnen bald wieder besser, sie erleben gerade nur eine etwas schwere Phase“.
Als ich wenige Minuten später durch die Klinik lief, waren überall heitere Menschen, alle hatten Spaß und lachten, erfreuten sich des Lebens…
Wie kann das nur sein, dachte ich? Meine Welt ist gerade zusammengebrochen und überall um mich herum sind alle gut drauf und lächeln mich an, haben Spaß und alles ist wie bisher?
Merkt denn niemand wie schlecht es mir geht?
Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass man erstmal lernen muss, dass das Leben für alle anderen Menschen der Welt auch dann weitergeht, wenn das Eigene zu enden scheint.
Das merkt man durch eine Depression sehr bewusst, in diesem Moment denkt man wirklich, dass doch alle merken sollten, was gerade in einem vorgeht und was für ein schlimmes Gefühl man gerade hat. Ich hatte danach für viele Jahre ein sehr schwieriges Leben und habe es heute noch, aber im Endeffekt hat sich alles ziemlich stabilisiert. Diese Erkenntnis, dass das Leben aller anderen Menschen weitergeht, auch wenn das eigene zu enden droht, habe ich nie vergessen..
Allgemein kann es wohl sehr interessant und lehrreich sein, mal auf diese Weise komplett aus dem Kreislauf des Lebens auszubrechen, diese Erfahrung ist sehr bewusstseinserweiternd und auch eine Bereicherung, auch wenn sich das komisch anhört.
Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass man durch solch eine Erfahrung sehr, sehr viel Lebenserfahrung und soziale Intelligenz erreichen kann.
Daher hat sogar wohl auch eine Depression etwas Interessantes. In dem Moment, in dem man solch eine Lehrerfahrung macht, sieht man das allerdings keineswegs als Bereicherung, sondern als Höllenqual.. erst mit der Zeit kann man da etwas umdenken..
Lg Crystalix

 

Aktivität

 

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, was sozusagen eine Erkenntnis darstellt, die ich in den letzten Jahren selbst erfahren habe.
Man muss aktiv werden und etwas tun, um glücklich zu werden oder zu bleiben. Wenn es einem nicht gut geht und man etwas niedergeschlagen ist, neigt man oft dazu, in einen Teufelskreis zu geraten. Man hat weniger Antrieb, bleibt zuhause, möchte am Wochenende nicht in den Club gehen, liegt viel im Bett und schaut fern..
Viele Psychologen sagen dann oft, dass die einzigste Möglichkeit, die einem hilft, Aktivität sei. Wenn man dass das erste mal hört, klingt es nach theoretischem Wissen und wenn man dann selbst in einer schwierigen Lebenssituation steckt, nimmt man diesen Tipp nicht an.
In den letzten 10 Jahren hatte ich unglaublich viele verschieden Stimmungen und Vorfälle, was meine psychische Gesundheit anging. Ich war in der wohl größten manischen Phase die man sich vorstellen kann, deutlich stärker als jeder Drogenrausch und ich war aber auch schon in der schlimmsten Depression und Niedergeschlagenheit der Welt. Zwischen diesen beiden Extremen habe ich in allen verschiedenen Phasen gelebt, mal lag ich mehrere Monate 23 Stunden am Tag im Bett, mal hatte ich Aufbruchsstimmung und war motiviert, wieder etwas zu verändern.
Aus meiner Erfahrung kann ich nun wirklich sagen, dass das einzig ilfreiche in einer unangenehmen Phase wirklich das „Aktivieren“ ist!
Denn wenn man nichts tut und nur im Bett liegt, hat man keinerlei positives Gleichgewicht, um die negativen Dinge auszugleichen, die sowieso passieren. Denn jedem Menschen widerfahren nun mal regelmäßig Dinge, die einem einen kleinen Rückschlag geben. (Auto geht kaputt, hohe Rechnungen, bis hin zu Schicksalsschlägen) Diese negative DInge werden immer kommen, bei jedem Menschen, egal in welcher Lebenssituation man gerade ist.
Meine Erkenntnis:
Man braucht viele kleine positive Dinge, um die negativen Erlebnisse und ärgerlichen Sachen auszugleichen! Nur wenn man diesen Ausgleich hat, kann man sich in eine positive Richtung entwickeln..
Als es mir schlecht ging und ich wie beschrieben die 23 Stunden am Tag im Bett lag, hab ich gar nichts Positives mehr gemacht und so war es logisch, dass es mir immer schlechter ging.
Dann irgendwann kam eine kleine Aktivität auf, nämlich das ich mich in einem Forum angemeldet hatte und anfing dort Beiträge zu schreiben. Dann folgten einen Reihe von guten Zufällen, die aber ohne diese Aktivität am Anfang nicht möglich gewesen wären.
Ich schrieb in dem Forum einen Beitrag über Lsd und ein Leser fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, zu dem Thema einen Langzeitbericht in dem Forum online zu stellen. Das habe ich dann gemacht und ein anderer User schrieb mich an und meinte, dass er ein pflanzliches Mittel kennt, welches mir bestimmt helfen würde. ich fing an diese Medizin zu nehmen und es ging mir plötzlich wieder sehr gut und ich beschloss, endlich nach Stuttgart zu ziehen, was ich einige Wochen später auch umsetzte. Als nächstes suchte ich mir eine Arbeitsstelle, meldete mich im Fitnessstudio an und hab viele Email Kontakte gehabt, hab dann nach einigen Monaten diesen Blog eröffnet und heute liege ich gar nicht mehr im Bett, bin den ganzen Tag aktiv, gehe arbeiten und schaffe mir mit all diesen Aktivitäten einen guten Ausgleich zu den negativen Dingen, die jedem Menschen passieren.
Diesen Ausgleich schafft man nur durch Aktivität und oft findet einen das Glück auch dann, wenn man aktiv etwas tut!
Daher ist es ganz wichtig, etwas zu tun und produktiv zu sein auch wenn es einem mal nicht so gut geht. Man muss diese Sache aber wohl selbst erfahren um davon überzeugt zu sein, ich zumindest hab damit nie etwas anfangen können, als mir die Psychologen davon erzählten. Nun habe ich aber selbst erfahren, dass Aktivität die wichtigste Sache für Zufriedenheit und Glück ist!
Geht man mit depressiven Symptomen zum Arzt, werden einem in der Regel „aktivierende“ Antidepressiva verschrieben. Diese sollen dann wohl theoretisch einem das aktiveren abnehmen… funktioniert meiner Erfahrung nach überhaupt nicht und ist der völlig falsche Weg. Besser man sucht sich eine Psychotherapie und aktiviert sich mittels einer Verhaltenstherapie wieder selbst..
So ist zumindest meine Erfahrung..
Lg Crystalix

 

Wie Drogen ein junges Leben beeinflussen

Die meisten Menschen, die mit Drogen in Kontakt kommen, tun dies in ihrer Jugend. Dort werden die ersten Erfahrungen mit Zigaretten und Alkohol gemacht, Partys wo man sich betrinkt und ausgelassen das Leben feiert.
Irgendwann kommt dann jemand mit einer kleinen Menge Gras an und die Neugierigen wollen es natürlich ausprobieren, manche jedoch sagen nein und so kommt es oft vor, dass an diesem Moment die Jugendlichen in zwei Gruppen gespalten werden.
Die einen trinken eben Alkohol um zu feiern, die anderen sind neugierig und kiffen gerne mal.
Durch diesen ersten Kontakt zu illegalen Drogen, wird bei vielen die Neugierde geweckt viele Wissen gar nicht, wie unterschiedlich Lebenswege geprägt werden können.
Mir ist klar, dass es auch viele Jugendliche gibt, bei denen alles ganz anders läuft.
Die Entscheidung, durch Drogen weitere emotionale und spirituelle Erfahrungen zu machen, hat große Folgen, jedoch bei weitem nicht allein negative, aber sehr weitreichende..
Diejenigen die nur Alkohol trinken, tendieren meist zu eher normalen und gewöhnlichen Lebensläufen, machen eine Ausbildung, arbeiten im Beruf, bilden sich weiter, Freundin, Kinder, Haus bauen etc..
Die Konsumenten von vielfältigen Substanzen, gestalten ihr Leben meist komplett anders.
Durch Erfahrungen mit Ecstasy und vor allem durch Halluzinogene (Pilze, Lsd), erweitert sich der Horizont extrem und diese jungen Menschen öffnen ihr Denken und ihre Sichtweise in alle Richtungen des Lebens. Anstatt von Dorffesten, wo die 2/3 der Leute sich betrinken und um 2 Uhr nach Hause gehen, erleben die Drogen Leute beeinduckende Goa Partys, feiern öfter mal 2 Nächte durch, erleben Glückszustände, machen spirituelle Erfahrungen. Hört sich sehr positiv an, wenn man noch jung ist, kann man vieles wegstecken, was emotionale Belastungen angeht.
In dieser Phase entwickelt sich ein psychedelisches Verständnis für das Leben, welches nie mehr verschwindet.
Das Leben besteht ja aber nicht nur aus der Jugend, sondern geht nun immer weiter in das erwachsenwerden, in der Jugend jedoch stellen sich viele Weichen für die weitere Entwicklung des Lebens eines Menschen..
Während nun der normale, vernünftige Mensch meist ein eher unauffälliges Leben führt, geht es bei dem Drogenmenschen schon ganz anders zu. Es ist ja eigentlich klar, wenn man sich emotional und spirituell in psychedelische Ausnahmeerlebnisse begibt und so sein Denken über die Welt komplett verändert, so hat dies großen Einfluss auf das Leben im Allgemeinen.
Das Leben läuft dann meistens ganz anders ab, man geht auf vielfältige, bunte Partys, es gibt dann auch viele ältere Leute, die ihr ganzes Leben feiern gehen. Man unterhält sich über andere Themen, gestaltet seine Wohnung anders, denkt anders, lebt anders..
Der gewöhnlich vorgezeichnete weg von Ausbildung, Beruf, arbeiten, weiterbilden, Haus bauen, Kinder bekommen, wird komplett über den Haufen geworfen.
Auf diesem Weg gibt es einige die abstürzen und psychische Probleme bekommen, manche bleiben auf Halluzinogenen hängen, es gibt einige die es übertreiben und im Leben einfach nicht zurecht kommen.
Aber diese Fälle gibt es auf der Seite der normal denkenden Menschen natürlich auch.
Ich hab in diesem Text eine klare Trennung zwischen den beiden Lebensentwürfen dargestellt, mir ist klar, dass man diese Gruppen nicht endgültig aufteilen kann, aber da wo ich meine Jugend verbracht habe (Dorf), gab es diese Trennung ganz deutlich..
Jeder Mensch muss selbst wissen, wie er sein Leben gestalten will, in Deutschland stehen einem alle Türen offen. Man muss sich eben über die Konsequenzen bewusst sein, für viele junge Menschen scheint das Leben mit psychedelischem erleben sehr reizvoll, aber es ist natürlich wohl eher ein schwieriger und gefährlicher Weg. Belohnt wird man zwar mit extremen Einsichten in komplizierte und verborgene Vorgänge, aber es ist ein Drahtseilakt.
Ich selbst musste an meinem eigene Leib erfahren, was auf dem Spiel steht und hab insgesamt fast 1 Jahr meiner Lebenszeit in verschiedenen Kliniken verbracht und damit teuer für meine Einsichten bezahlt..
Ich wollte mit diesem Text einen kurzen Einblick über meine Gedanken zu diesem Thema geben, es liegt mir fern, Drogen zu verherrlichen, ich wollte meine Gedanken aber genauso aufschreiben, wie ich sie denke..

Im Endeffekt kann ich viele Menschen verstehen, die Erfahrungen mit Halluzinogenen machen wollen, aber ich muss auch davor warnen, macht euch bewusst, dass Lsd & co euer Leben mehr verändern kann, als ihr es euch vorstellen könnt!
Anfang nächster Woche stelle ich einen weiteren Arztbericht hier online, aus einer Zeit wo der Trip mit aller Kraft in mir gewirkt hat und und der Bericht stellt dar, wie Ärzte solche Situationen bewerten und wie sie damit umgehen..

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Bericht:
„Formales Denken weitgehend geordnet, manchmal Gedankensprünge und konkretistischtes Denken. Befürchtung sich vor anderen Menschen zu blamieren, Fehler zu machen. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen stark reduziert. Wahnhaftes Denken und Erleben wird vom Pat. verneint. Die sozialen Ängste des Pat. (Angst vor „Blamage“, vor Ablehnung und Zurückweisung) wirken jedoch übersteigert, haben bedrohliche Ausmaße („Ich traue mich gar nichts mehr“) V.a narzisstisch gefärbte Inhaltliche Denkstörungen („psychedelisches Denken über das Leben“). Stimmung etwas gedrückt, Affekt abgeflacht. Antrieb und Belastbarkeit deutlich vermindert, Reizüberflutung in komplexen Situationen.
Psychomotorisch stark angespannt und unruhig, Zittern. „Nervositätszustände“, Angstattacken, Bewegungsstereotypien.
Der Patient distanziert sich glaubhaft von akuter Suizidalität. Extremer sozialer Rückzug, Isolation.
Im Kontakt freundlich und kooperativ“
Crystalix

Psychedelic 3

Über mehrere Jahre hinweg habe ich fast jedes Wochenende gefeiert, habe dabei täglich gekifft, am Wochenende oft Pillen, Lsd, Pilze, Speed oder auch andere Sachen im Blut gehabt.
Während solch einer psychedelischen Phase bekommt man unglaublich intensive, emotionale Erfahrungen, erstens durch die Drogen selbst, welche einem Glücksgefühle geben, die man auf andere Art und Weise wohl niemals fühlen könnte..
Durch Halluzinogene wie Pilze oder Lsd taucht man tief ab in die Welt der Mythen und entfernt sich ziemlich von der begrenzten Denkweise des normalen Menschen, man fühlt für einige Stunden das Universum und kann das Leben aus einer komplett anderen Ebene betrachten. So hab ich viele Erinnerungen, wie wir 3 Stunden lang am Wochenende mit 10 Leuten in die Schweizer Berge auf Goa Partys gefahren sind, dort dann Lsd, Mdma oder andere Dinge gekauft haben und für 2 Tage in einer anderen Welt gelebt haben. Nach der ersten Nacht, wenn morgens die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume schienen, man emotional durch Xtc Glücksgefühlen ausgesetzt war, hat man für einen Moment eine ganz andere Perspektive auf das Leben der Menschen erhalten, als man es sonst so in der Welt der normalen Leute kennt.
Ich hatte mich dann oft die ganze Nacht in Extase getanzt und viele Menschen kennengelernt, man schien in solchen Momenten so weit weg vom Alltag, von den ganzen normalen Menschen, den Eltern, den Vorgesetzten, den Geschwistern, wie normal sie doch alle in solchen Momenten waren, bzw wie weit weg man selbst war..
Hört sich natürlich für manche anziehend an, für andere eher auch abschreckend. Es war damals mein Leben und hat mich für immer geprägt, nie werde ich vergessen, wie sich solche Momente angefühlt haben. Es war die wohl intensivste Zeit, die man als junger Mensch überhaupt nur verbringen kann.. Die ganzen Trips und psychedelischen Erlebnisse habe mein Geist für immer geprägt, ich habe mich damals so weit in diese Welt hineingedacht, dass ich nie wieder einen Weg zurück in die normale Welt gefunden habe.
Ich lebe nun seit 10 Jahren clean, gehe arbeiten, habe Hobbys und viele Menschen in meinem Umfeld wissen gar nicht, dass ich auf Lsd hängen geblieben bin…
Ich selbst lebe aber nach wie vor voll in der halluzinogenen Gedankenwelt und werde wohl nie wieder ganz runterkommen..
Manche raten mir, noch einen Trip zu nehmen, um so vielleicht wieder zu landen. Ich werde dies aber nicht tun, denn sobald ich nur einen Lsd Trip zu sehen bekomme, fange ich an zu zittern, so groß ist der Respekt davor..
Ich werde dauerhaft clean bleiben, mein Leben so gut es eben geht weiter leben und versuchen, trotz dieses Umstandes glücklich zu sein.
Nach wie vor finde ich Faszination an der halluzinogenen Welt, ich kann dem auch schlecht den Rücken zukehren, denn ich habe ja einen dauerhaften Trip und dem kann ich eben nicht entkommen, daher hab ich mich mit der Situation auch angefreundet..
Falls dieser Text am Anfang rüberkommt als ob ich Drogen verherrlichen würde, so kann ich versichern, dass ich dies nicht tue.. in all meinen Texten finden sich Warnungen, so ein Leben wie ich habe, ist alles andere als leicht zu meistern und ich glaube, viele würde daran zerbrechen… Nur dadurch, dass ich schon früher sehr viel Erfahrungen mit Pilztrips hatte, kann ich die Situation unter Kontrolle halten.. Wobei der Trip anfangs so heftig war, dass ich sogar genau gesagt mehrere Jahre die Kontrolle hoffnungslos verloren hatte und erst nach langer Zeit die ganze Sache wieder steuern konnte..
Crystalix

1 Jahr Cubensis Connection

Vor genau einem Jahr habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Anfangs habe ich nur 3 Tripberichte und den Langzeitbericht hier online gestellt. Nach und nach kamen dann immer mehr Themen dazu und mir gehen die Ideen nicht aus. Ständig fallen mir neue Sachen ein, die ich hier besprechen möchte. Dieser Blog ist für mich eine Art Antidepressivum und ich habe viele Nachrichten bekommen, worüber ich mich jedes mal sehr freue.
In dem Jahr habe ich ca. 30 000 Klicks und es freut mich jedes mal, wenn Menschen meine Texte interessant finden.
Die meisten Leute werden über Google zu meinem Blog geleitet, ich habe eine Liste von mehreren tausend Suchbegriffen, die zu meiner Seite geführt wurden.
Ich lese auch sehr gerne die Blogs der anderen WordPress Blogger und finde es einfach super, wenn Menschen sich dazu entscheiden ihre Gedanken öffentlich zu machen. Ich bin sehr froh, diese Idee umgesetzt zu haben.
Während diesem Jahr hatte ich immer Lust auf das Schreiben und es hat sich einfach zu meinem Hobby entwickelt. Ich werde in der nächsten Zeit noch aktiver sein als bisher.
Lg Crystalix

„Haben oder Sein“

So, nun komme ich auch mal wieder dazu, einen Beitrag zu posten. Ich hab ja im letzten Post schon ein Zitat gezeigt, dieses will ich aus meiner Perspektive nun noch mal erklären.
Ich schreibe dabei viel über das Drogenleben, weil dies wohl die einzigste Sichtweise ist, aus der ich diesen Gedanken erklären kann..
Gerade im Drogenleben geht es viel um das Thema teilen, Fairness und anderen Mitkonsumenten eine Freude machen.. hört sich vielleicht komisch an und ich weiß, dass diese Wörter nicht immer die Realität darstellen, aber ich habe zu diesem Thema schon viele Erfahrungen gemacht.
Hier noch mal das Zitat:

„Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück, Denn die Freude, die wir geben, Kehrt ins eigne Herz zurück.“―Marie Calm

Viele finden es jetzt vielleicht komisch, von Glück oder Freude zu sprechen, wenn es um das Drogenleben geht. Aber ich habe in 4 oder 5 Jahren Goa-Szene viele tolle Momente erlebt, wo es um das Teilen mit anderen Menschen oder einfach um Fairness und Freundlichkeit ging.
Als ich mit 18 Jahren das erste mal in einem Club Ecstasy genommen habe, teilte ich mit einem meiner damals besten Freunde eine Pille, jeder nahm also eine Hälfte.
Dies war eine sehr verbindende Sache und ich habe später noch sehr sehr oft mit anderen Menschen Pillen oder Lsd-Trips geteilt..
Dabei ist wohl das besonders verbindende, dass man mit seinem Freund dann auf exakt dem gleichen Level ist, da man ja sowohl die gleiche Pille genommen hat, also auch die gleiche Dosis und das alles auch noch im selben Moment..
So verbringt man dann den ganzen Turn zusammen und passt aufeinander auf. Später habe ich mehrmals mit anderen Freunden einen Lsd-Trip geteilt, was immer eine wahnsinnig verbindende Aktion war. Zusammen einen Joint zu rauchen, kann ja auch sehr verbindend sein, denkt man nur mal an das Wort „Friedenspfeife“..
Wenn man so an die Drogenmenschen denkt, würde man erstmal darauf tippen, dass die sich alle gegenseitig anlügen und hintergehen. So zumindest denken viele, die da noch kejnen so großen Einblick bekommen haben.
Natürlich gibt es im Drogenleben auch viele unfaire Aktionen, allerdings habe ich während meiner ganzen Drogenkarriere davon nur wenig mitbekommen, ich hab aber auch nie so die extrem harten Sachen genommen.
Ich habe mir schon am Anfang meines Drogenlebens immer die Frage gestellt, „Haben oder Sein“.
Man kann natürlich für alles Geld verlangen, Sachen teurer verkaufen, nichts verschenken, alles für sich behalten. Dann hat man sich für das „haben“ entschieden. Man hat dann vor allem Geld, schiebt einen ziemlichen Ego-Film und redet auch oft schlecht über andere und hält sich für etwas besseres.
Natürlich habe ich oft solche Menschen kennengelernt und es gab auch Leute, die in den Clubs an ihre Bekannten sogenannte „Blender“ verkauft haben, also Pillen die keinen Wirkstoff enthalten..
Diese hatten dann am Ende der Nacht ein paar hundert Euro in der Tasche, wurden aber dafür verachtet, was ja klar ist.
Ich persönlich habe mich von Anfang an eher für das „Sein“ entschieden. Wobei ich mich da keineswegs für etwas Besonders gehalten habe, ich wollte einfach, dass es allen Menschen mit denen ich unterwegs war, mindestens genauso gut geht, wie mir selbst. Wenn ich gegen morgen in einem Club noch eine einzige Zigarette hatte und ein fremder Mensch kam auf mich zu und fragte mich nach einer Kippe, habe ich sie ihm ohne zu zögern geschenkt.
Meiner Meinung nach ist das genau der Goa-Spirit, den viele an der Szene so schätzen.
Ich hätte auch niemals einem Menschen, der mich nach einer Nase Amphetamin gefragt hatte, nein gesagt.
ich habe mich also eher für das „Sein“ entscheiden, nicht für das „Haben“… und ich war da kein Einzelfall. Denkt man an Drogenszene, hat man fertige Leute im Kopf die sich den letzten Euro abzocken und denen man keineswegs trauen kann.
Viele wissen aber nicht, dass die meisten Menschen auf den Partys ganz anders sind. Man ist oft so voller Euphorie, dass man einfach will, dass es jedem anderen auch gut geht. Bis auf einige Ausnahmen waren fast alle Leute mit denen ich zu tun hatte, sehr freundlich und hilfsbereit.
Ich denke dass die Öffentlichkeit da ein falsches Bild hat. Klar gibts unter Junkies schlimme Geschichten von Leuten, die sich gegenseitig abzocken usw, aber auch unter Junkies gibt es richtige Freundschaften. Und gerade was die Partydrogen angeht, fühlt man sich auf den Partys wie in einer großen Familie und man hilft sich gegenseitig, da gibt es eine richtige Gemeinschaft.
Denn wenn man anderen Menschen eine Freude macht, dann macht man auch sich selbst eine Freude und die meisten wissen gar nicht, dass dieser Grundsatz auch in vielen Bereichen der Drogenszene aktiv gelebt wird…
Crystalix

Teilen um glücklich zu sein..

„Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück, Denn die Freude, die wir geben, Kehrt ins eigne Herz zurück.“―Marie Calm

Morgen werde ich einen Gedanken aufschreiben, wo es um das Teilen von Dingen geht und warum teilen glücklich machen kann.. gerade wenn man sich einige Jahre im Drogenleben aufgehalten hat, lernt man, dass man anderen Menschen etwas abgeben muss…
Lg Crystalix

 

Was bedeutet für mich das Wort „Psychedelic“?

Als ich 18 Jahre alt war, habe ich meine erste Reise mit psychedelischen Pilzen erlebt und so einen Einblick in diese mystische Welt bekommen. Das hat meine Leben komplett verändert und seit diesem Tag wurde meine Denkweise umgekrempelt..
Für mich bedeutet Psychedelic, dass man alle Grenzen die man als normaler Mensch in seiner Denkweise hat, auflöst und die ganzen Normen und Schranken nicht mehr gelten.
Man kann plötzlich viel weiter und größer denken, man kommt auf Gedankensprünge und Einfälle, auf die man davor niemals gekommen wäre.
Die soziale Intelligenz steigt und man bekommt ein Verständnis und Einblicke in das Leben, die man auf normalem Wege nicht bekommen kann.
Für mich bestand die größte Veränderung jedoch darin, dass ich mir ununterbrochen Gedanken machen musste, wieso wir Menschen überhaupt Leben, welchen Sinn das Ganze hat und wo das enden wird..
Als ich dann ein halbes Jahr lang sehr viele Pilze konsumiert hatte, hatte ich mich da immer weiter hinein gedacht und daraus hat sich dann für mich eine Art Religion gebildet, an die ich bis heute glaube und die mir ein großes Verständnis und einen tiefen Einblick in die Vorgänge des Lebens gebracht hat..
So habe ich für mich erkannt, dass das ganze Leben nach meiner Auffassung nur ein chemischer Prozess ist und kein Lebewesen einen freien Willen besitzt… Wir Menschen als Moleküle, wandeln hier auf der Erdoberfläche mit anderen Formen von Molekülen, angetrieben von Sonnenlicht und vor Milliarden von Jahren hat dieser Prozess begonnen.. und wird wohl auch noch weiter gehen..
Wir Menschen können nicht selbst entscheiden, wie wir leben wollen, keine einzige Entscheidung können wir selbst treffen, denn auch das Denken unterliegt nur diesem chemischen Prozess.
Sogar mein jetziger Moment, in dem ich hier über dieses Thema schreibe, ich kann nicht entscheiden, welchen Text ich hier in den Blog schreibe. Mein Gehirn gibt meinen Händen im Moment befehle, meine Hände tippen dies in dieses Plastikteil (Tastatur) ein, diese Handlung, diesen Text den ich hier schreibe, dass ist hier an diesem Ort die Gegenwart auf dem Planeten Erde. Ich wohne hier mit einigen Meiner Artgenossen in einer Unterkunft und draußen stehen noch viele solcher Hütten, überall Menschen und Tiere, alles wuselt herum, alle gehen Ihrer Mission nach und versuchen ihr Leben irgendwie gut zu verbringen..
Dieser ganze chemische Prozess hat sich über die Milliarden Jahre einfach hier so entwickelt, dass hier auf der Erdoberfläche überall Beton gebildet hat und irgendwelche komischen Blechkasten (Autos) herum fahren..
Die menschlichen Moleküle gießen sich ohne Ende Wasser und Pflanzen in sich hinein, um Energie zu haben und paaren sich, um diesen Prozess, der sich Leben nennt, immer weiter voran zu bringen..
Alles ist auf Fortbestehen bedacht und viele rennen mit Scheuklappen durch ihr Leben, ich finde dass erst so langsam die Menschen anfangen, überhaupt über das Leben nachzudenken und viele noch blind leben..
Aber auch die Tatsache, dass ich während ich diesen Text schreibe, über genau diese Dinge nachdenke, auch das ist nur ein chemischer Vorgang in meinem Gehirn.
Viele sagen dann, dass ist ja eine ernüchternde Erkenntnis, dass man gar nicht entscheiden kann, worüber man nachdenkt. Ich finde, man kann ja trotzdem noch über alles sich seine Gedanken machen, obwohl man wissen muss, dass man keinen Einfluss darauf hat.
Etwas durcheinander geschrieben, aber es strengt mich selbst immer an, darüber nachzudenken..
Ich behaupte, dass sich das Denken über die nächsten hunderten Generationen immer weiter in Richtung Bewusstseinserweiterung verändern wird.. der Entdecker des Lsd´s sagte mal:
„Evolution besteht in der Veränderung des Bewusstseins“
Lsd und Pilze könnten da sehr hilfreich sein, denn durch solche Bewusstseinserweiterungen erfahren viele Menschen auch große Empathie gegenüber anderen Menschen und auch Tieren..
Wie das alles aber letztendlich weiter geht, wird keiner erfahren, der diesen Text gerade liest, denn wir werden in kürze alle die Erdoberfläche wieder verlassen und erst in hunderttausenden von Jahren wird man sagen können, wie sich das alles entwickelt hat..
Trotzdem sollte jeder Mensch versuchen, das Leid der Mitbwohner der Erde und der Erde selbst zu verringern..
Crystalix

Hier in Lied, welches ich während meiner Trips gerne gehört habe:

„Wer hoch oben ist, der fällt auch tief…“

Heute schreibe ich von den schweren Momenten beim Thema Drogenkonsum. Wenn man sich über Konsum von Ecstasy und Speed und anderen Drogen Gedanken macht, denkt man an Glücksgefühle, an unbändige Energie und Euphorie.
Diese Gefühle empfindet man als Konsument auch absolut in dem Moment des Rausches.
Man kann stundenlang tanzen, mehrere Tage wach bleiben und spürt euphorische Emotionen, die ein normaler Mensch wohl so niemals empfinden wird..
Jedoch gibt es auch die andere Seite der Emotionen. „Wer hoch oben ist, der fällt auch tief“..
Wenn das Gehirn stundenlang so viel Euphorie und Glück freisetzt, kommt zwangsläufig auch der Moment des runterkommens, meist passiert das dann, wenn man auf dem Heimweg von der Party ist und aufhört, Lines nachzulegen oder Pillen zu schmeissen..
Im LdT-Forum hat einer das mal so beschrieben:

„Unsicherer, herum springender Blick, leicht flackernde Wahrnehmung und offener Mund. Schnelle, kurze und schwache Atemzüge, herunterhängende Augen und Mundwinkel. Trockene, aufgerissene Lippen, ein Anblick von Entsetzen in der Mimik und ein gewaltiges Schwächegefühl. Viel zu viele Gedanken, viel zu viele Fragen, viel zu wenig Antworten. Schmerzen im Nacken, in den Armen und in den Beinen. Ein tiefes Schnaufen. Verzweiflung, Perspektivlosigkeit und die Frage nach dem, was bleibt. Die akute Lethargie verdrängt und verwischt die extremen Eindrücke des Wochenendes erfolgreich.“

In so einer Situation schwört man sich meist, nun in den nächsten Wochen langsam zu machen mit dem feiern gehen.. Nach einigen Tagen ist dieser Zustand dann aber meist wieder vorbei und wenn dann die nächste Party ansteht, ist man meist wieder gut dabei und konsumiert wieder..
Wenn man auf Safer Use achtet und möglichst keinen Mischkonsum betreibt und nicht ohne Ende nachzieht und sich nach einer einzelnen Pille zufrieden gibt, kann man solche schlechten Zustände meist verhindern..
Daher spreche ich mich auch nicht pauschal gegen den Konsum aus, sondern eher für verantwortungsvolles Konsumverhalten und Zurückhaltung..
Hier noch ein Text darüber was Safer Use eigentlich bedeutet:
http://www.saferparty.ch/droge-set-und-setting.html

Der Konsum von Ecstasy und anderen Partydrogen kann einem zu unglaublichen Glückszuständen verhelfen, auf der anderen Seite kann es bei unverantwortlichem Konsum zu Komplikationen kommen, ich finde daher, dass man nicht immer nur völlig davon abraten sollte sich zu berauschen, sondern dass man aufklärt, wie man möglichst sicher Party machen kann…
Vielen jungen Menschen reicht der Zustand, den man mit Alkohol oder Nikotin erreichen kann einfach nicht aus und sie streben nach mehr Erkenntnis und beeindruckenderen Erlebnissen.
Das sollte man respektieren und diesen jungen Menschen aufklärend zur Seite stehen.
Crystalix

Timegate Goa Party – Tripbericht (Fotos)

Hier wie angekündigt die Fotos von der Timegate Party in der Schweiz. Die Party war sozusagen der Abschluss meiner Drogenkarriere, denn nur wenige Wochen später bin ich auf dem Trip hängen geblieben. Die Party fand an Silvester 2004-2005 statt und den Tripbericht hab ich schon vor längerer Zeit hier im Blog veröffentlicht, daher wird ihn der ein oder andere schon kennen. Die Fotos dazu hat aber noch keiner gesehen..
Wir sind erst um 3 Uhr morgens überhaupt an der Party angekommen und um 12 uhr mittags etwa haben wir die Heimreise angetreten.. Bis dahin hatten wir immer den Wunsch noch krassere Partys zu erleben, doch mir persönlich war die Party zu heftig und ich bin seit diesem Tag nicht mehr der Meinung, dass Partys immer noch heftiger sein sollten…

Hier ist der Tripbericht zu der Party verlinkt, die Fotos folgen gleich danach..  Link

Hier die Fotos:
Die Party fand in einer riesigen Halle statt und war komplett dekoriert, man tauchte sozusagen wie in eine andere Welt ab und alles war extrem psychedelisch aufgebaut..

Die Decke:

Es war eine extrem laute Anlage und sehr bekannte Live acts aus Israel haben aufgelegt, u.a. Sesto Sento.

Timegate:

 

 

Wenn ich mich daran zurückerinnere, fühle ich eine Mischung aus Begeisterung und Unbehagen, aber trotzdem bin ich froh dort gewesen zu sein.. Es war wohl eine der beeindruckendsten Partys auf denen ich war. Wenn man sich dazu entscheidet, psychedelische Drogen zu nehmen und ernsthaft in die Drogenszene einsteigt, wird man viele emotionale Ausnahmeerlebnisse erleben und Dinge mitmachen, die man sonst niemals erleben würde. Ob das jetzt gut oder schlecht sein soll, dass weiß ich auch nicht..
Es ist ein Leben weit ab von Normalität und Alltag, sozusagen das Gegenteil von den beiden Begriffen..
Hier noch ein Lied was wir damals auf der Rückfahrt im Auto gehört haben, ein Bekannter hat mir damals eine Cd geschenkt, die ich heute noch habe und diese Lieder sind für mich voll mit Emotionen..

Lg Crystalix