Aktivität

 

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, was sozusagen eine Erkenntnis darstellt, die ich in den letzten Jahren selbst erfahren habe.
Man muss aktiv werden und etwas tun, um glücklich zu werden oder zu bleiben. Wenn es einem nicht gut geht und man etwas niedergeschlagen ist, neigt man oft dazu, in einen Teufelskreis zu geraten. Man hat weniger Antrieb, bleibt zuhause, möchte am Wochenende nicht in den Club gehen, liegt viel im Bett und schaut fern..
Viele Psychologen sagen dann oft, dass die einzigste Möglichkeit, die einem hilft, Aktivität sei. Wenn man dass das erste mal hört, klingt es nach theoretischem Wissen und wenn man dann selbst in einer schwierigen Lebenssituation steckt, nimmt man diesen Tipp nicht an.
In den letzten 10 Jahren hatte ich unglaublich viele verschieden Stimmungen und Vorfälle, was meine psychische Gesundheit anging. Ich war in der wohl größten manischen Phase die man sich vorstellen kann, deutlich stärker als jeder Drogenrausch und ich war aber auch schon in der schlimmsten Depression und Niedergeschlagenheit der Welt. Zwischen diesen beiden Extremen habe ich in allen verschiedenen Phasen gelebt, mal lag ich mehrere Monate 23 Stunden am Tag im Bett, mal hatte ich Aufbruchsstimmung und war motiviert, wieder etwas zu verändern.
Aus meiner Erfahrung kann ich nun wirklich sagen, dass das einzig ilfreiche in einer unangenehmen Phase wirklich das „Aktivieren“ ist!
Denn wenn man nichts tut und nur im Bett liegt, hat man keinerlei positives Gleichgewicht, um die negativen Dinge auszugleichen, die sowieso passieren. Denn jedem Menschen widerfahren nun mal regelmäßig Dinge, die einem einen kleinen Rückschlag geben. (Auto geht kaputt, hohe Rechnungen, bis hin zu Schicksalsschlägen) Diese negative DInge werden immer kommen, bei jedem Menschen, egal in welcher Lebenssituation man gerade ist.
Meine Erkenntnis:
Man braucht viele kleine positive Dinge, um die negativen Erlebnisse und ärgerlichen Sachen auszugleichen! Nur wenn man diesen Ausgleich hat, kann man sich in eine positive Richtung entwickeln..
Als es mir schlecht ging und ich wie beschrieben die 23 Stunden am Tag im Bett lag, hab ich gar nichts Positives mehr gemacht und so war es logisch, dass es mir immer schlechter ging.
Dann irgendwann kam eine kleine Aktivität auf, nämlich das ich mich in einem Forum angemeldet hatte und anfing dort Beiträge zu schreiben. Dann folgten einen Reihe von guten Zufällen, die aber ohne diese Aktivität am Anfang nicht möglich gewesen wären.
Ich schrieb in dem Forum einen Beitrag über Lsd und ein Leser fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, zu dem Thema einen Langzeitbericht in dem Forum online zu stellen. Das habe ich dann gemacht und ein anderer User schrieb mich an und meinte, dass er ein pflanzliches Mittel kennt, welches mir bestimmt helfen würde. ich fing an diese Medizin zu nehmen und es ging mir plötzlich wieder sehr gut und ich beschloss, endlich nach Stuttgart zu ziehen, was ich einige Wochen später auch umsetzte. Als nächstes suchte ich mir eine Arbeitsstelle, meldete mich im Fitnessstudio an und hab viele Email Kontakte gehabt, hab dann nach einigen Monaten diesen Blog eröffnet und heute liege ich gar nicht mehr im Bett, bin den ganzen Tag aktiv, gehe arbeiten und schaffe mir mit all diesen Aktivitäten einen guten Ausgleich zu den negativen Dingen, die jedem Menschen passieren.
Diesen Ausgleich schafft man nur durch Aktivität und oft findet einen das Glück auch dann, wenn man aktiv etwas tut!
Daher ist es ganz wichtig, etwas zu tun und produktiv zu sein auch wenn es einem mal nicht so gut geht. Man muss diese Sache aber wohl selbst erfahren um davon überzeugt zu sein, ich zumindest hab damit nie etwas anfangen können, als mir die Psychologen davon erzählten. Nun habe ich aber selbst erfahren, dass Aktivität die wichtigste Sache für Zufriedenheit und Glück ist!
Geht man mit depressiven Symptomen zum Arzt, werden einem in der Regel „aktivierende“ Antidepressiva verschrieben. Diese sollen dann wohl theoretisch einem das aktiveren abnehmen… funktioniert meiner Erfahrung nach überhaupt nicht und ist der völlig falsche Weg. Besser man sucht sich eine Psychotherapie und aktiviert sich mittels einer Verhaltenstherapie wieder selbst..
So ist zumindest meine Erfahrung..
Lg Crystalix

 

Wie Drogen ein junges Leben beeinflussen

Die meisten Menschen, die mit Drogen in Kontakt kommen, tun dies in ihrer Jugend. Dort werden die ersten Erfahrungen mit Zigaretten und Alkohol gemacht, Partys wo man sich betrinkt und ausgelassen das Leben feiert.
Irgendwann kommt dann jemand mit einer kleinen Menge Gras an und die Neugierigen wollen es natürlich ausprobieren, manche jedoch sagen nein und so kommt es oft vor, dass an diesem Moment die Jugendlichen in zwei Gruppen gespalten werden.
Die einen trinken eben Alkohol um zu feiern, die anderen sind neugierig und kiffen gerne mal.
Durch diesen ersten Kontakt zu illegalen Drogen, wird bei vielen die Neugierde geweckt viele Wissen gar nicht, wie unterschiedlich Lebenswege geprägt werden können.
Mir ist klar, dass es auch viele Jugendliche gibt, bei denen alles ganz anders läuft.
Die Entscheidung, durch Drogen weitere emotionale und spirituelle Erfahrungen zu machen, hat große Folgen, jedoch bei weitem nicht allein negative, aber sehr weitreichende..
Diejenigen die nur Alkohol trinken, tendieren meist zu eher normalen und gewöhnlichen Lebensläufen, machen eine Ausbildung, arbeiten im Beruf, bilden sich weiter, Freundin, Kinder, Haus bauen etc..
Die Konsumenten von vielfältigen Substanzen, gestalten ihr Leben meist komplett anders.
Durch Erfahrungen mit Ecstasy und vor allem durch Halluzinogene (Pilze, Lsd), erweitert sich der Horizont extrem und diese jungen Menschen öffnen ihr Denken und ihre Sichtweise in alle Richtungen des Lebens. Anstatt von Dorffesten, wo die 2/3 der Leute sich betrinken und um 2 Uhr nach Hause gehen, erleben die Drogen Leute beeinduckende Goa Partys, feiern öfter mal 2 Nächte durch, erleben Glückszustände, machen spirituelle Erfahrungen. Hört sich sehr positiv an, wenn man noch jung ist, kann man vieles wegstecken, was emotionale Belastungen angeht.
In dieser Phase entwickelt sich ein psychedelisches Verständnis für das Leben, welches nie mehr verschwindet.
Das Leben besteht ja aber nicht nur aus der Jugend, sondern geht nun immer weiter in das erwachsenwerden, in der Jugend jedoch stellen sich viele Weichen für die weitere Entwicklung des Lebens eines Menschen..
Während nun der normale, vernünftige Mensch meist ein eher unauffälliges Leben führt, geht es bei dem Drogenmenschen schon ganz anders zu. Es ist ja eigentlich klar, wenn man sich emotional und spirituell in psychedelische Ausnahmeerlebnisse begibt und so sein Denken über die Welt komplett verändert, so hat dies großen Einfluss auf das Leben im Allgemeinen.
Das Leben läuft dann meistens ganz anders ab, man geht auf vielfältige, bunte Partys, es gibt dann auch viele ältere Leute, die ihr ganzes Leben feiern gehen. Man unterhält sich über andere Themen, gestaltet seine Wohnung anders, denkt anders, lebt anders..
Der gewöhnlich vorgezeichnete weg von Ausbildung, Beruf, arbeiten, weiterbilden, Haus bauen, Kinder bekommen, wird komplett über den Haufen geworfen.
Auf diesem Weg gibt es einige die abstürzen und psychische Probleme bekommen, manche bleiben auf Halluzinogenen hängen, es gibt einige die es übertreiben und im Leben einfach nicht zurecht kommen.
Aber diese Fälle gibt es auf der Seite der normal denkenden Menschen natürlich auch.
Ich hab in diesem Text eine klare Trennung zwischen den beiden Lebensentwürfen dargestellt, mir ist klar, dass man diese Gruppen nicht endgültig aufteilen kann, aber da wo ich meine Jugend verbracht habe (Dorf), gab es diese Trennung ganz deutlich..
Jeder Mensch muss selbst wissen, wie er sein Leben gestalten will, in Deutschland stehen einem alle Türen offen. Man muss sich eben über die Konsequenzen bewusst sein, für viele junge Menschen scheint das Leben mit psychedelischem erleben sehr reizvoll, aber es ist natürlich wohl eher ein schwieriger und gefährlicher Weg. Belohnt wird man zwar mit extremen Einsichten in komplizierte und verborgene Vorgänge, aber es ist ein Drahtseilakt.
Ich selbst musste an meinem eigene Leib erfahren, was auf dem Spiel steht und hab insgesamt fast 1 Jahr meiner Lebenszeit in verschiedenen Kliniken verbracht und damit teuer für meine Einsichten bezahlt..
Ich wollte mit diesem Text einen kurzen Einblick über meine Gedanken zu diesem Thema geben, es liegt mir fern, Drogen zu verherrlichen, ich wollte meine Gedanken aber genauso aufschreiben, wie ich sie denke..

Im Endeffekt kann ich viele Menschen verstehen, die Erfahrungen mit Halluzinogenen machen wollen, aber ich muss auch davor warnen, macht euch bewusst, dass Lsd & co euer Leben mehr verändern kann, als ihr es euch vorstellen könnt!
Anfang nächster Woche stelle ich einen weiteren Arztbericht hier online, aus einer Zeit wo der Trip mit aller Kraft in mir gewirkt hat und und der Bericht stellt dar, wie Ärzte solche Situationen bewerten und wie sie damit umgehen..

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Bericht:
„Formales Denken weitgehend geordnet, manchmal Gedankensprünge und konkretistischtes Denken. Befürchtung sich vor anderen Menschen zu blamieren, Fehler zu machen. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen stark reduziert. Wahnhaftes Denken und Erleben wird vom Pat. verneint. Die sozialen Ängste des Pat. (Angst vor „Blamage“, vor Ablehnung und Zurückweisung) wirken jedoch übersteigert, haben bedrohliche Ausmaße („Ich traue mich gar nichts mehr“) V.a narzisstisch gefärbte Inhaltliche Denkstörungen („psychedelisches Denken über das Leben“). Stimmung etwas gedrückt, Affekt abgeflacht. Antrieb und Belastbarkeit deutlich vermindert, Reizüberflutung in komplexen Situationen.
Psychomotorisch stark angespannt und unruhig, Zittern. „Nervositätszustände“, Angstattacken, Bewegungsstereotypien.
Der Patient distanziert sich glaubhaft von akuter Suizidalität. Extremer sozialer Rückzug, Isolation.
Im Kontakt freundlich und kooperativ“
Crystalix

1 Jahr Cubensis Connection

Vor genau einem Jahr habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Anfangs habe ich nur 3 Tripberichte und den Langzeitbericht hier online gestellt. Nach und nach kamen dann immer mehr Themen dazu und mir gehen die Ideen nicht aus. Ständig fallen mir neue Sachen ein, die ich hier besprechen möchte. Dieser Blog ist für mich eine Art Antidepressivum und ich habe viele Nachrichten bekommen, worüber ich mich jedes mal sehr freue.
In dem Jahr habe ich ca. 30 000 Klicks und es freut mich jedes mal, wenn Menschen meine Texte interessant finden.
Die meisten Leute werden über Google zu meinem Blog geleitet, ich habe eine Liste von mehreren tausend Suchbegriffen, die zu meiner Seite geführt wurden.
Ich lese auch sehr gerne die Blogs der anderen WordPress Blogger und finde es einfach super, wenn Menschen sich dazu entscheiden ihre Gedanken öffentlich zu machen. Ich bin sehr froh, diese Idee umgesetzt zu haben.
Während diesem Jahr hatte ich immer Lust auf das Schreiben und es hat sich einfach zu meinem Hobby entwickelt. Ich werde in der nächsten Zeit noch aktiver sein als bisher.
Lg Crystalix