Wie Drogen ein junges Leben beeinflussen

Die meisten Menschen, die mit Drogen in Kontakt kommen, tun dies in ihrer Jugend. Dort werden die ersten Erfahrungen mit Zigaretten und Alkohol gemacht, Partys wo man sich betrinkt und ausgelassen das Leben feiert.
Irgendwann kommt dann jemand mit einer kleinen Menge Gras an und die Neugierigen wollen es natürlich ausprobieren, manche jedoch sagen nein und so kommt es oft vor, dass an diesem Moment die Jugendlichen in zwei Gruppen gespalten werden.
Die einen trinken eben Alkohol um zu feiern, die anderen sind neugierig und kiffen gerne mal.
Durch diesen ersten Kontakt zu illegalen Drogen, wird bei vielen die Neugierde geweckt viele Wissen gar nicht, wie unterschiedlich Lebenswege geprägt werden können.
Mir ist klar, dass es auch viele Jugendliche gibt, bei denen alles ganz anders läuft.
Die Entscheidung, durch Drogen weitere emotionale und spirituelle Erfahrungen zu machen, hat große Folgen, jedoch bei weitem nicht allein negative, aber sehr weitreichende..
Diejenigen die nur Alkohol trinken, tendieren meist zu eher normalen und gewöhnlichen Lebensläufen, machen eine Ausbildung, arbeiten im Beruf, bilden sich weiter, Freundin, Kinder, Haus bauen etc..
Die Konsumenten von vielfältigen Substanzen, gestalten ihr Leben meist komplett anders.
Durch Erfahrungen mit Ecstasy und vor allem durch Halluzinogene (Pilze, Lsd), erweitert sich der Horizont extrem und diese jungen Menschen öffnen ihr Denken und ihre Sichtweise in alle Richtungen des Lebens. Anstatt von Dorffesten, wo die 2/3 der Leute sich betrinken und um 2 Uhr nach Hause gehen, erleben die Drogen Leute beeinduckende Goa Partys, feiern öfter mal 2 Nächte durch, erleben Glückszustände, machen spirituelle Erfahrungen. Hört sich sehr positiv an, wenn man noch jung ist, kann man vieles wegstecken, was emotionale Belastungen angeht.
In dieser Phase entwickelt sich ein psychedelisches Verständnis für das Leben, welches nie mehr verschwindet.
Das Leben besteht ja aber nicht nur aus der Jugend, sondern geht nun immer weiter in das erwachsenwerden, in der Jugend jedoch stellen sich viele Weichen für die weitere Entwicklung des Lebens eines Menschen..
Während nun der normale, vernünftige Mensch meist ein eher unauffälliges Leben führt, geht es bei dem Drogenmenschen schon ganz anders zu. Es ist ja eigentlich klar, wenn man sich emotional und spirituell in psychedelische Ausnahmeerlebnisse begibt und so sein Denken über die Welt komplett verändert, so hat dies großen Einfluss auf das Leben im Allgemeinen.
Das Leben läuft dann meistens ganz anders ab, man geht auf vielfältige, bunte Partys, es gibt dann auch viele ältere Leute, die ihr ganzes Leben feiern gehen. Man unterhält sich über andere Themen, gestaltet seine Wohnung anders, denkt anders, lebt anders..
Der gewöhnlich vorgezeichnete weg von Ausbildung, Beruf, arbeiten, weiterbilden, Haus bauen, Kinder bekommen, wird komplett über den Haufen geworfen.
Auf diesem Weg gibt es einige die abstürzen und psychische Probleme bekommen, manche bleiben auf Halluzinogenen hängen, es gibt einige die es übertreiben und im Leben einfach nicht zurecht kommen.
Aber diese Fälle gibt es auf der Seite der normal denkenden Menschen natürlich auch.
Ich hab in diesem Text eine klare Trennung zwischen den beiden Lebensentwürfen dargestellt, mir ist klar, dass man diese Gruppen nicht endgültig aufteilen kann, aber da wo ich meine Jugend verbracht habe (Dorf), gab es diese Trennung ganz deutlich..
Jeder Mensch muss selbst wissen, wie er sein Leben gestalten will, in Deutschland stehen einem alle Türen offen. Man muss sich eben über die Konsequenzen bewusst sein, für viele junge Menschen scheint das Leben mit psychedelischem erleben sehr reizvoll, aber es ist natürlich wohl eher ein schwieriger und gefährlicher Weg. Belohnt wird man zwar mit extremen Einsichten in komplizierte und verborgene Vorgänge, aber es ist ein Drahtseilakt.
Ich selbst musste an meinem eigene Leib erfahren, was auf dem Spiel steht und hab insgesamt fast 1 Jahr meiner Lebenszeit in verschiedenen Kliniken verbracht und damit teuer für meine Einsichten bezahlt..
Ich wollte mit diesem Text einen kurzen Einblick über meine Gedanken zu diesem Thema geben, es liegt mir fern, Drogen zu verherrlichen, ich wollte meine Gedanken aber genauso aufschreiben, wie ich sie denke..

Im Endeffekt kann ich viele Menschen verstehen, die Erfahrungen mit Halluzinogenen machen wollen, aber ich muss auch davor warnen, macht euch bewusst, dass Lsd & co euer Leben mehr verändern kann, als ihr es euch vorstellen könnt!
Anfang nächster Woche stelle ich einen weiteren Arztbericht hier online, aus einer Zeit wo der Trip mit aller Kraft in mir gewirkt hat und und der Bericht stellt dar, wie Ärzte solche Situationen bewerten und wie sie damit umgehen..

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Bericht:
„Formales Denken weitgehend geordnet, manchmal Gedankensprünge und konkretistischtes Denken. Befürchtung sich vor anderen Menschen zu blamieren, Fehler zu machen. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen stark reduziert. Wahnhaftes Denken und Erleben wird vom Pat. verneint. Die sozialen Ängste des Pat. (Angst vor „Blamage“, vor Ablehnung und Zurückweisung) wirken jedoch übersteigert, haben bedrohliche Ausmaße („Ich traue mich gar nichts mehr“) V.a narzisstisch gefärbte Inhaltliche Denkstörungen („psychedelisches Denken über das Leben“). Stimmung etwas gedrückt, Affekt abgeflacht. Antrieb und Belastbarkeit deutlich vermindert, Reizüberflutung in komplexen Situationen.
Psychomotorisch stark angespannt und unruhig, Zittern. „Nervositätszustände“, Angstattacken, Bewegungsstereotypien.
Der Patient distanziert sich glaubhaft von akuter Suizidalität. Extremer sozialer Rückzug, Isolation.
Im Kontakt freundlich und kooperativ“
Crystalix

1 Jahr Cubensis Connection

Vor genau einem Jahr habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Anfangs habe ich nur 3 Tripberichte und den Langzeitbericht hier online gestellt. Nach und nach kamen dann immer mehr Themen dazu und mir gehen die Ideen nicht aus. Ständig fallen mir neue Sachen ein, die ich hier besprechen möchte. Dieser Blog ist für mich eine Art Antidepressivum und ich habe viele Nachrichten bekommen, worüber ich mich jedes mal sehr freue.
In dem Jahr habe ich ca. 30 000 Klicks und es freut mich jedes mal, wenn Menschen meine Texte interessant finden.
Die meisten Leute werden über Google zu meinem Blog geleitet, ich habe eine Liste von mehreren tausend Suchbegriffen, die zu meiner Seite geführt wurden.
Ich lese auch sehr gerne die Blogs der anderen WordPress Blogger und finde es einfach super, wenn Menschen sich dazu entscheiden ihre Gedanken öffentlich zu machen. Ich bin sehr froh, diese Idee umgesetzt zu haben.
Während diesem Jahr hatte ich immer Lust auf das Schreiben und es hat sich einfach zu meinem Hobby entwickelt. Ich werde in der nächsten Zeit noch aktiver sein als bisher.
Lg Crystalix

Teilen um glücklich zu sein..

„Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück, Denn die Freude, die wir geben, Kehrt ins eigne Herz zurück.“―Marie Calm

Morgen werde ich einen Gedanken aufschreiben, wo es um das Teilen von Dingen geht und warum teilen glücklich machen kann.. gerade wenn man sich einige Jahre im Drogenleben aufgehalten hat, lernt man, dass man anderen Menschen etwas abgeben muss…
Lg Crystalix

 

In das Universum denken (das große Ganze verstehen)

„Das Universum folgt keinem festen Plan. Sobald Sie eine Entscheidung treffen, arbeitet es damit. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, nur eine Vielzahl von Möglichkeiten, die sich mit jedem Gedanken, jedem Gefühl und jeder Tat verändern.“
Jennifer Oldstone-Moore

Das große Ganze Verstehen..
Als 18 Jähriger habe ich nach meinem ersten Pilz-Trip damit begonnen, mir Gedanken über das Universum und das ganze Leben zu machen. Ziel war es damals, das große Ganze. also das ganze Universum zu verstehen und dem Leben auf den Grund zu gehen.
Damals war ich noch der Meinung, dass die Pilze mich da extrem weit rein bringen können, was ja auch stimmt. Also hab ich mehrere Monate jedes Wochenende getrippt und versucht, mich da immer weiter reinzudenken.
Irgendwann merkte ich jedoch, dass ich da niemals ans Ziel kommen werde. Man bekommt zwar mit jedem Trip neue Erkenntnisse und versteht vieles besser, aber mit jeder neuen Erkenntnis tauchen umso mehr neue Fragen auf. So driftet man von Woche zu Woche immer weiter da rein und das normale Leben verliert an Bedeutung. Man jagt immer nach neuen Erkenntnissen und alles andere rückt in den Hintergrund. Das geht dann schon auch in eine psychotische Richtung.
Irgendwann hab ich gemerkt, dass ich da nicht weiterkomme, da der Mensch einfach nicht alles verstehen kann, was es in dem Universum gibt, dazu ist man als Mensch limitiert in der Denkweise. Später während meiner psychotischen Phase hab ich wieder tief da rein blicken können und ehrlich gesagt möchte ich die Erfahrungen auch nicht missen. Irgendwann merkt man aber einfach dass es keinen Weg gibt, alles zu verstehen, egal wie viele Pilze und Lsd man sich gibt. Man kommt weiter rein, aber irgendwo ist die Grenze erreicht und an dieser Grenze war ich.
Dieses Wissen kann man keinem anderen Menschen vermitteln, man muss den Weg selbst gegangen sein..
Den jungen Leuten rate ich nicht generell von Erfahrungen mit Psychedelika ab, jedoch sollte es im Limit bleiben.. alles zu verstehen, das schafft niemand und der Weg, der immer weiter da rein führt ist unbequem und fordert seinen Preis..
Lg Crystalix

Prozess des Lebens

Durch das tiefe Abtauchen in die psychedelische Gedankenwelt und den jahrelangen Einfluss des Lsd`s hab ich mir viele Gedanken über das Leben und was es bedeutet gemacht.
Ich sehe den Alltag des Menschen nur noch als Sinn und Zweck, um den chemischen Prozess des Lebens voranzubringen. Alles was wir Menschen tagtäglich so machen dient dazu, das Leben weiter zu bringen und diesen Vorgang fortzusetzen. Vor allem eben der starke Wunsch zur Fortpflanzung dient ja auch nur diesem Zweck, ohne diesen Drang würde ja nichts funktionieren in diesem Prozess..
Arbeiten um sich Essen und eine Wohnung leisten zu können, der Wunsch nach Gesundheit und Sicherheit, alles Teile des Prozesses der Fortpflanzung.
Vor Milliarden Jahren hat hier auf der Erde durch wundersame Weise dieser chemische Vorgang des Lebens begonnen und seitdem hat sich alles immer weiter entwickelt und wir Menschen sind im jetzigen Moment dieser Prozess, die Gegenwart. Ohne dieses Drang zur Weiterentwicklung wäre das Leben schon längst irgendwann geendet, aber seit dieser unglaublich langen Zeit geht es immer weiter und weiter.
Und nicht nur wir Menschen sind ja das Leben, sondern auch die Tiere und die ganze Natur, so werden die Häuser immer größer, die Flugzeuge fliegen immer höher, alles setzt sich fort und im Endeffekt weiß niemand überhaupt, warum wir leben, wo wir herkommen, was das alles soll. Kein Mensch auf der ganze Erde kann einem da eine Antwort darauf geben.
Niemand weiß es!
Aber man kann sich trotzdem so seine Gedanken machen, allzu ernst sollte man das Leben aber nicht nehmen, eher als eine Abenteuerreise mit ungewissem Sinn und Ziel.
Doch wir Menschen leben meist eher blind einfach unser Leben und denken gar nicht besonders viel über diese spirituellen Dinge nach.
Dabei ist es wirklich heftig, dass wir Menschen jetzt die ersten innerhalb dieses Prozesses sind, die sich über genau solche Dinge Gedanken machen. Viele nehmen ja Lsd, um ihren Horizont zu erweitern und mehr über solche Hintergrundinformationen zu erfahren..
Der Erfinder de Lsd, Albert Hofmann, sagte mal: „Die Evolution besteht in der Veränderung des Bewusstseins“
Verwunderlich dass der Entdecker dieser Droge so etwas sagt und ich eben durch Lsd mir genau über solche DInge Gedanken mache..
Klingt ein bisschen narzisstisch, aber so meine ich das gar nicht, es macht mir einfach Spaß über solche Dinge nachzudenken und seit neuestem, durch diesen Blog, meine Gedanken auch zu teilen..
Lg an alle!
Crystalix

in 300 Jahren?

Ein kurzer Gedanke zu den Sorgen und Problemen die man sich täglich macht und die einen belasten. Jeder Mensch macht sich jeden Tag Sorgen darüber, ob er alles richtig macht, was die anderen Menschen von ihm denken und wie wohl die Zukunft aussehen wird.
Klar ist, dass diese Sorgen auch einen positiven Aspekt haben, denn dadurch achtet man auf sich und vermeidet Dummheiten..
Jedoch muss man sich einer Sache bewusst werden, in 300 Jahren kann sich niemand mehr an dich erinnern, du bist lange tot und auch alle Menschen die jetzt im Moment hier auf der Erde sind, sind gestorben.
Nicht mal mehr deine eigenen Nachfahren werden irgendetwas über dich wissen, deinen Namen kennen oder ähnliches..
Alle Probleme die dich im Moment umgeben, werden völlig unbedeutend sein, denn in 300 Jahren ist all das, was mit deinen Sorgen zusammenhängt, längst Geschichte…
Daher sollte man allgemein etwas lockerer werden, sich nicht von Sorgen und Problemen fertig machen lassen, sondern den Moment einfach genießen, sich darüber freuen dass man am Leben ist. Außerdem sollte man sein Leben so verbringen, wie man möchte und sich nicht allzu sehr von den Normen der anderen Menschen beeinflussen lassen.
Lange Zeit habe ich mir selbst auch viel zu viele Sorgen gemacht, bis mir irgendwann klar wurde, dass in spätestens 50 Jahren mein Leben vorbei sein wird und was zählt dann? Vielleicht hab ich dann immer das gemacht, was die Gesellschaft mir vorgeschrieben hat, aber nie meine Träume gelebt und nicht das gemacht, was ich immer mache wollte.
Wir sind jetzt im Moment die Gegenwart auf der Erde und dieses Wunder sollten wir uns bewusst machen, ihr seid eines dieser komischen Viecher, die sich Menschen nennen, die Krone der Schöpfung.. Wenn man sich nur mit Sorgen und Nöten befasst, vergisst man einfach sich seiner selbst bewusst zu werden…
Denn ein Mensch zu sein ist etwas ganz besonderes, das einzigste Lebewesen auf der ganzen Erde, dass sich Gedanken um das Leben machen kann und diese Fähigkeit sollte man nutzen..
Crystalix

(ein paar neue Fotos sind auch online)

Wenn Wege sich trennen (01.05.2014)

Ein Thema was mich seit langer Zeit beschäftigt ist, wie sich die Wege im Laufe der Zeit trennen.
Viele Menschen haben während des Erwachsenwerdens eine Clique, was mit zu den größten Geschenken gehört, die man haben kann.
Mein Text bezieht sich nun eher auf die Menschen, die in ihrer Jugend und danach mit Drogen zutun haben, ich denke aber dass sich vieles auch auf andere Cliquen beziehen lässt.
Während der Schulzeit gibt es viele junge Menschen, die einfach keinen Bock auf Schule, lernen und dieses langweilig anmutende Leben haben. Die meisten Konsumenten fangen in ihrer Jugend an zu konsumieren, mit 16 oder 17 Jahren…
Man wird von irgendjemandem eingeladen auf einen Joint, und nach ein paar mal rauchen merkt man eben, dass man da einen qualitativ viel hochwertigeren Rausch hat, als wenn man sich am Wochenende betrinkt und am nächsten Tag fast stirbt vor Kopfschmerzen.
Oft folgen dann nach diesem Einstieg weitere Erlebnisse und so finden sich diese Leute in einer Clique zusammen, die abenteuerlustig sind und nicht den 08/15 Weg mit Abi, Ausbildung oder Studium, am Wochenende saufen und irgendwann Kinder bekommen. Wobei dieser Weg für viele sicher die beste Lösung ist, ich will da gar nichts dagegen sagen, aber manche wollen einfach mehr Spannung und Aufregung im Leben haben.
Drogen nehmen verbindet Menschen sehr miteinander, man teilt mit der Clique unglaublich tiefe emotionale Erlebnisse, Nächte in denen man sich auf Speed 8 Stunden lang zutextet, Partys auf denen man sich auf Mdma die ewige Freundschaft schwört und tiefe Pilz oder Lsd Erlebnisse währenddessen man sich gegenseitig der Welt erklärt.
Das ganze Leben als Abenteuerreise, Partys, kiffen in der Natur, Goafestivals und unzählige emotional verbindente Erfahrungen, so lief es auch bei uns ab.
Die Clique als Anker in den Welten der psychedelischen Ausnahmeerlbnisse, es gibt wohl nichts was mehr zusammenschweißt. Man denkt dann als junger Mensch immer , dass alles ewig so weiter geht und man den Rest des Lebens so verbringen wird. Doch da hat man sich meist geirrt, denn das Leben wird sich verändern und auch in einer Drogenclique werden die Menschen älter und so zerschlägt es die Freunde in die unterschiedlichsten Richtungen.
Der Klassiker ist der, dass der ein oder andere eine Freundin kennenlernt und dann mehr mit dieser rumhängt… Dies ist jedoch noch die harmloseste Variante…
Ich versuche mal ein Beispiel zu geben anhand meiner Clique…
Nach mehreren Jahren in denen wir alle zusammen konsumiert hatten, wurde alles irgendwann anders. Es begann damit, dass ich als 20 Jähriger, begründet durch ca 50 Pilztrips, viel Mdma und unzähligen Durchfeierten Nächten, sowie mehreren Jahren dauerkiffen, irgendwann nicht mehr klar kam.
Ich schmiss meine Ausbildung und beschloss, aus dem Drogenleben auszusteigen und wie ich schon unzählige male erzählt habe, wollte ich einen Trip zum Abschied nehmen, auf dem ich dann schlussendlich hängengeblieben bin.
Während meiner Therapie, die ich weit weg von Zuhause begann, versuchten auch einige andere von uns auszusteigen, was jedoch sehr leicht dahergesagt ist und nur extrem schwer umzusetzen ist..
Nachdem sich dann bei mir rausstellte, dass ich wohl so schnell nicht mehr von dem Trip runterkommen werde, war ich extrem depressiv mit starken Suizidgedanken, auf einem Besuch in der Heimat konnte ich mit meinen Freunden kaum ein Wort sprechen, weil es mir so schlecht ging.
Von da an veränderte sich alles, einer verlor den Führerschein durch Thc und trennte sich komplett von unserer Clique, um endgültig das Kiffen aufzuhören. Einige Zeit später erlitt ein Kumpel von uns eine weitere Psychose durch Amphetamin, er hatte damals schon 7 Jahre täglich Speed gezogen. Kurz darauf starb einer an einem Verkehrsunfall, jedoch ohne Drogen im Blut…
Einer wurde Vater und so nahm diese ganze Entwicklung seinen Lauf, jedoch es zerschlug sich bei weitem nicht die ganze Clique. Nach einigen Monaten kam ich wieder halbwegs klar und konnte die Zeit mit meinen Kumpels wieder genießen…
Der harte Kern blieb bestehen, auch wenn in den Jahren darauf die Zeit natürlich nicht still stand. Heute sind wir alle knapp 30 Jahre alt und mehrere Leute sind Eltern geworden, zwei sind weit weg nach Berlin gezogen, ich nach Stuttgart, man sieht sich nicht mehr so oft aber trotzdem machen wir noch gerne einen drauf und wie gesagt, der harte Kern blieb bestehen, auch wenn die Zeit unsere Wege teilweise getrennt hat.
Im Moment geht es allen ganz gut, es wird immer noch konsumiert, jedoch haben eigentlich alle ihren Konsum ganz gut im Griff und man sieht alle zusammen nur noch ein paar mal im Jahr.
Die jugendliche Leichtigkeit von damals ist verflogen, aber das ist wohl normal, die Sorglosigkeit besteht nicht mehr so wie vor 10 Jahren…
Dies war an meinem Beispiel erklärt, wie die Wege sich im Laufe der Zeit trennen und doch verliert man sich nicht aus den Augen.
Ich kann jedem Jugendlichen nur empfehlen, die Zeit zu genießen und man sollte sich bewusst machen, dass man nicht ewig 20 bleibt, genauso wie ich mir bewusst machen muss, dass man nicht ewig 30 bleibt 🙂
So ist es nun mal, das Leben bedeutet Veränderung und ich bin irgendwie froh darüber, ein so intensives Leben mit meinen Kumpels gehabt zu haben und kann mich an hunderte von Momenten erinnern, die in mir tiefe Melancholie hervorrufen…
Einfach weil viel Erlebtes so beeindruckend war und mich mit meinen Freunden zusammengeschweißt hat…
Irgendwann in 200 Jahren sind wir alle tot, diejenigen die heute 20 sind genauso wie die, die heute 40 sind. Alle wieder verschwunden, niemand wird sich an euch erinnern können, nichtmal eure eigenen Nachfahren wissen wer ihr wart oder wie ihr gelebt habt…
Daher alles nicht so ernst nehmen, das Leben so gut es geht genießen, mit Freunden einen drauf machen und abenteuerlustig leben!
lg Crystalix