Was wäre wenn (16.09.2013)

Dieses Thema ist sehr interessant und auch sehr sublim. Dieser Gedankengang fing damit an, dass ein sehr guter Freund von mir bei einem Autounfall ums Leben kam. Er wollte gerade zum Tierarzt fahren, kam ins schleudern und fuhr gegen einen Baum. Natürlich war dies ein schock für uns alle und an dieser Stelle will ich diesen Freund auch ganz herzlich grüßen.
Dieser Freund war alleine unterwegs und die Polizei sagte, dass ein eventueller Mitfahrer keine Überlebenschance gehabt hätte.
Und so sagten alle, zum Glück seien sie nicht mitgefahren und einer erzählte uns, dass er eigentlich geplant hatte, mitzufahren und dann aber doch abgesagt hätte, zum Glück, sonst wäre er nun tot.
Das Lsd in meinem Kopf hat diesen Gedankengang sofort hinterfragt und ich kam darauf, dass dies so nicht korrekt ist. Denn wenn der Kumpel mit dem verunglückten mitgefahren wäre, hätte sich eine völlig neue Situation ergeben und es wäre bestimmt nicht zu einem Unfall gekommen. Denn der verstorbene hätte ja zunächst den anderen Freund abholen müssen und allein deswegen wäre er dann 3 Minuten später losgefahren und es wäre ein komplett andere Situation auf der Straße entstanden, Im Auto hätten die beiden sicherlich miteinander gesprochen und eventuell wäre er dann anders gefahren usw., also durch die neue Situation wäre alles anders abgelaufen und sie hätten sehr wahrscheinlich keinen Unfall gebaut und wäre beide noch am Leben. Also kann man nicht sagen, man sei zum Glück nicht mitgefahren, sondern aufgrund dieses Gedankengangs müsste man sagen, leider bin ich nicht mitgefahren, denn dann wäre dieser Freund noch am Leben.
Und so habe ich mir über dieses Thema lange und viele Gedanken gemacht und bin auf viele interessante Denkweisen gestoßen.
Meiner Ansicht nach, ist das Leben ja nichts anderes als ein chemischer Prozess und kein Mensch hat einen freien Willen, daher ist es etwas widersprüchlich dass ich solche Sachen beschreibe, aber ich mache es trotzdem.
Mir ist aufgefallen, dass kleinste Entscheidungen das komplette verändern können.
Also wenn an einem Samstagabend ein Freund fragt, ob man mit ins Kino gehen will, hat man zwei Optionen, mitgehen oder zuhause bleiben. Diese zwei Optionen können möglicherweise lebensentscheidend sein. Nehmen wir mal an man geht mit. Dieser Freund hat vielleicht zufällig eine Freundin dabei, die man selbst noch nicht kennt, aber nach dem Kino entscheiden man sich, noch etwas trinken zu gehen und so kommt man mit diesem Mädchen ins Gespräch und entscheidet sich, sich bald wieder zu sehen. Möglicherweise trifft man sich eine Woche später und nach einiger Zeit verliebt man sich und findet so die Frau des Lebens, heiratet drei Jahre später, bekommt zwei Kinder.
Also war diese Entscheidung ins Kino zu gehen oder zuhause zu bleiben, lebensetscheidend. Nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Kinder die durch diese Ehe zustande gekommen sind. Sowie auch für die Kinder der Kinder die durch das Mädchen im Kino auf die Welt gekommen wären, und dutzende Generationen die darauf gefolgt wären.
Nächstes Beispiel:
Nehmen wir an man bekommt als 16 jähriger einen Joint angeboten und überlegt dann ob man mitrauchen will oder nicht. Niemand macht sich bewusst, wie krass diese vermeintlich unwichtige Entscheidung das eigene Leben beeinflussen wird. Raucht man den Joint nicht und verzichtet auf Drogen, so wird ein von diesem Zeitpunkt ausgehend sich ein völlig anderes Leben formen, als wie wenn man den Joint raucht.
Raucht man ihn, findet man sehr wahrscheinlich gefallen daran, konsumiert dann öfter mal, hängt mit Kumpels ab die auch am rauchen sind, diese kleine Entscheidung wird das ganze Leben verändern. Wenn man es mal genauer betrachtet merkt man, dass es 1000nde solcher kleinen Entscheidungen gibt, wo man jeden Tag auswählen muss was man macht und wie man weiterlebt. Und so könnte man meinen, dass man einen freien Willen hat, um das eigene Leben so zu gestalten wie man möchte, einen freien Willen um jeden Tag diese Lebensentscheidenten aufgaben auszuwählen.
Ich bin jedoch der Meinung, dass es nicht diese 1000 verschiedenen Entscheidungen gibt, sondern nur einen einzigen Weg und zwar den chemischen Prozess des Lebens, wir als Molekül wandern über diesen Planeten und sind Teil der Natur und aller Dinge die um uns herum geschehen,
Wir sind nicht abgespalten von der Luft, den Bäumen, den Tieren oder den Pflanzen.
Wir sind aus der Natur entstanden und gehen darin auch wieder zurück, wie viele Milliarden unserer Vorfahren, sie alle sind in die Natur zurückgegangen, wieder verschwunden in den Kreislauf des chemischen Prozesses. Die Körper der verstorbenen sind durch das vergraben unter der Erde wieder zurückgeführt worden. Dies wird uns allen irgendwann bevorstehen, jedoch sollten wir dies nicht als eine Strafe sehen, sondern erkennen, dass dieses Wunder am Leben zu sein und auf diesem Planeten für eine Zeit wandeln zu können, ein riesiges Geschenk ist. Jeder Mensch muss sich damit abfinden, irgendwann wieder seinen Körper zu verlassen und zurück in die Natur zu gehen. Der eine etwas früher, andere später, aber Angst vor dem Tod sollte man nicht haben.
Ich z.B. sehe es als unglaublich spannend an, hier auf der Erde eine Abenteuerreise gewonnen zu haben, ich führe ein intensives Leben, Sehr viele Menschen sind sich aber überhaupt gar nicht bewusst, dass sie leben und wie krass dieser Vorgang auf der Erde überhaupt ist!
Und um dieses Wunder zu begreifen und ein Stück weit zu erkennen, genau dazu sind meiner Meinung nach Halluzinogene da, im wahrsten Sinne kann man mit diesen Speisen der Götter das „Leben“ besser verstehen. Und durch dieses Verständnis, durch das Erkennen des Wunderbaren würde sich viel ändern auf der Welt…
Nur scheint die die Zeit dafür noch nicht gekommen zu sein…
lg Crystalix