„Wer hoch oben ist, der fällt auch tief…“

Heute schreibe ich von den schweren Momenten beim Thema Drogenkonsum. Wenn man sich über Konsum von Ecstasy und Speed und anderen Drogen Gedanken macht, denkt man an Glücksgefühle, an unbändige Energie und Euphorie.
Diese Gefühle empfindet man als Konsument auch absolut in dem Moment des Rausches.
Man kann stundenlang tanzen, mehrere Tage wach bleiben und spürt euphorische Emotionen, die ein normaler Mensch wohl so niemals empfinden wird..
Jedoch gibt es auch die andere Seite der Emotionen. „Wer hoch oben ist, der fällt auch tief“..
Wenn das Gehirn stundenlang so viel Euphorie und Glück freisetzt, kommt zwangsläufig auch der Moment des runterkommens, meist passiert das dann, wenn man auf dem Heimweg von der Party ist und aufhört, Lines nachzulegen oder Pillen zu schmeissen..
Im LdT-Forum hat einer das mal so beschrieben:

„Unsicherer, herum springender Blick, leicht flackernde Wahrnehmung und offener Mund. Schnelle, kurze und schwache Atemzüge, herunterhängende Augen und Mundwinkel. Trockene, aufgerissene Lippen, ein Anblick von Entsetzen in der Mimik und ein gewaltiges Schwächegefühl. Viel zu viele Gedanken, viel zu viele Fragen, viel zu wenig Antworten. Schmerzen im Nacken, in den Armen und in den Beinen. Ein tiefes Schnaufen. Verzweiflung, Perspektivlosigkeit und die Frage nach dem, was bleibt. Die akute Lethargie verdrängt und verwischt die extremen Eindrücke des Wochenendes erfolgreich.“

In so einer Situation schwört man sich meist, nun in den nächsten Wochen langsam zu machen mit dem feiern gehen.. Nach einigen Tagen ist dieser Zustand dann aber meist wieder vorbei und wenn dann die nächste Party ansteht, ist man meist wieder gut dabei und konsumiert wieder..
Wenn man auf Safer Use achtet und möglichst keinen Mischkonsum betreibt und nicht ohne Ende nachzieht und sich nach einer einzelnen Pille zufrieden gibt, kann man solche schlechten Zustände meist verhindern..
Daher spreche ich mich auch nicht pauschal gegen den Konsum aus, sondern eher für verantwortungsvolles Konsumverhalten und Zurückhaltung..
Hier noch ein Text darüber was Safer Use eigentlich bedeutet:
http://www.saferparty.ch/droge-set-und-setting.html

Der Konsum von Ecstasy und anderen Partydrogen kann einem zu unglaublichen Glückszuständen verhelfen, auf der anderen Seite kann es bei unverantwortlichem Konsum zu Komplikationen kommen, ich finde daher, dass man nicht immer nur völlig davon abraten sollte sich zu berauschen, sondern dass man aufklärt, wie man möglichst sicher Party machen kann…
Vielen jungen Menschen reicht der Zustand, den man mit Alkohol oder Nikotin erreichen kann einfach nicht aus und sie streben nach mehr Erkenntnis und beeindruckenderen Erlebnissen.
Das sollte man respektieren und diesen jungen Menschen aufklärend zur Seite stehen.
Crystalix

Ein Gedanke zu „„Wer hoch oben ist, der fällt auch tief…““

  1. Wieder sehr guter Beitrag.
    Ich finde auch dieses typische „nehmt auf keinen Fall Drogen“ Gerede ist ja immer schön und gut, aber man sieht ja, dass die Leute es dennoch immer wieder machen.
    An der Stelle wäre es besser den Leuten klarzumachen, dass sie auf keinen Fall übertreiben dürfen.
    Wie auch mein Biologie Lehrer immer sagte, er will uns nicht sagen „nehmt auf keinen Fall Drogen“, sondern wir sollen selber entscheiden aber umbedingt aufpassen, dass es nicht zuviel und extrem wird.
    Ich finde dabei hatte er vollkommen recht.

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